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Wir über uns

Was sind die Schönstatt-Projekttage eigentlich?

Zunächst mal eine Tagung, die ein Mal im Jahr stattfindet. In Schönstatt im Jugendzentrum Marienberg. Wer da so kommt sieht man am leichtesten auf den Bildern.

Dann sind sie eine Bewegung in der Bewegung, ein Akzent in Schönstatt. Was mit ganzheitlichem Ansatz, authenitschem Leben oder induktiver Arbeitsweise gemeint ist steht im Selbstverständnis. Die Lebensregeln sind eine ganz praktische Anleitung zur Umsetzung im Alltag. Dass dies nicht aus dem Nichts kommt und auch nicht alles am ersten Tag da war sieht man auf der Seite zur Geschichte.

Schließlich ist Projekttage für viele auch ein Lebensgefühl. Freiheit, Angenommensein ohne Vorleistungen, Lachen, Spielen, Musik machen ... gehört dazu. Das kann man zum Glück nicht auf der Homepage erleben. Da hilft nur eins: KOMMEN!

 


Selbstverständnis der Schönstatt-Projekttage

Ganzheitliche Veranstaltung

Die Projekttage sind keine Tagung, kein Seminar. Sie sind ein gemeinsamer Lebensvollzug.

- Inhalte erlebbar machen, nicht nur intellektuell vermitteln.

- Einbeziehung des ganzen Menschen: Ernährung, Religiösität, Intellekt, künstlerische Tätigkeiten … 

Neue Gemeinschaft erleben

Es geht darum, eine neue Art von Gemeinschaft nicht vor allem zu definieren oder zu predigen, sondern zu leben.

- Die Anderen so ernst nehmen, wie sie sind.

- Umgang mit Kindern: altersgerecht integriert

- Sicher verbindet die „Projekttagler“ auch die gemeinsame Vision einer kommenden Gesellschaft, in der Vielfalt als Bereicherung und Ergänzung gelebt wird.

Selbstorganisation

Wir leben / erleben die Projekttage gemeinsam. Es gibt nicht einen Veranstalter, der etwas für andere macht. Vielmehr gestalten die Teilnehmer die Tage.

- Kein Einzelner als Leitung, sondern ein Koordinationsteam

- Team als Vertreter der Teilnehmer, nicht als Veranstalter

- Aktive Beteiligung aller ist nötig

- Konsens statt Mehrheit

- Kollektive Prozesse sind wichtig (Plenums-Besprechungen)

Arbeitsweise: induktiv und prozesshaft

Induktiv

Ausgehend vom konkret und persönlich Erlebten, von der individuellen Situation und nicht von irgendwelchen „objektiven Wahrheiten“. „Ich empfinde es so.“ und nicht „So ist es.“

- In der Vorbereitung der Projekttage suchen die Mitglieder des Vorbereitungsteams nach den Themen, die sie bewegen, nicht nach dem, was vielleicht andere bewegen könnte.

- Nach Möglichkeit beginnen die Projekttage mit dem Mitteilen der persönlichen Lebenssituation.

- Das eigene Erleben ist wichtig, die Beiträge z.B. Pater Kentenichs eine Hilfe zum Verständnis und Umgang damit.

Prozesshaft

Nicht abstrakte Normen, vorgegebene Formen … sind wichtig, sondern der Lebensprozess.

 - Jeder ist auf einem Weg und hat das Recht, ihn so zu gehen, wie es für ihn stimmig ist.

- In diesem Prozess gibt es Akzentuierungen, Verlagerung von Lebensschwer­punkten, auch Entwicklungen, die man von außen nicht leicht versteht.

-  Auch die Projekttage selbst verstehen sich als Prozess, in dem es viele wechselseitigen Beziehungen gibt. Diesen Prozess zu beobachten und Entwicklungen ggf. auch anzusprechen ist eine wichtige Aufgabe des Teams.

Vielfalt als Bereicherung

Wie in einem Mosaik ergeben viele unterschiedliche Steinchen in ihrem Zusammenspiel ein neues Bild.

- Es werden keine Vorleistungen erwartet: keine(r) hat so oder so zu sein, das oder jenes zu tun oder zu lassen.

- Jede und jeder ist so willkommen, wie er (jetzt gerade) ist.

- Die Vielfalt ist Bereicherung, nicht Konkurrenz oder gar Bedrohung

Ein Akzent in Schönstatt

Die Projekttage sind entstanden aus der Suche nach einem ehrlichen, authentischen Verständnis Schönstatts. Geist ist wichtiger als Form, Leben wichtiger als Wissen.

- Was wir auf der spirituellen Ebene nicht ehrlich tun können, tun wir nicht.

- Innerhalb des Reichtums der Schönstattbewegung setzen die Projekttage Akzente z.B. auf Organisches Denken, Lieben, Leben, auf die Verbindung von Glaube und Leben, auf Kirche am neuen Ufer, auf Freiheit, auf „Neuer Mensch in neuer Gemeinschaft“ … .

- Die Person Pater Kentenich ist für viele ein wichtiger Wegweiser.

Experimentierwerkstatt

Hier kann man „Hirngespinste“ mit anderen Leuten besprechen und vor allem auch ausprobieren. Das geht vom Künstlerischen über Lebensthemen bis hin zu religiösen Ausdrucksformen.

- Dinge tun, zu denen man sonst nicht kommt oder sich nicht traut.

- Das bedeutet auch: keiner ist vor Überraschungen sicher.

Am Puls der Zeit

Aktuelle Entwicklungen in Politik, Gesellschaft, Kultur werden immer wieder aufgegriffen, diskutiert und interpretiert. Eine Grundüberzeugung ist, dass eine Neue Zeit / neue Gesellschaft am Entstehen ist mit neuen Akzenten und Schwerpunkt­themen. Diese Zeit möchten wir verstehen und auch ein wenig mitgestalten.

Unterwegs zu einer ganzheitlichen / stimmigen Spiritualität

Es gibt ein gewisses Misstrauen gegen „antrainierte“, äußerliche Spiritualität. Das Anliegen ist eine echte, autentisch erlebte Beziehung zu Gott. „Gott in uns“ wurde zu einem in vielen Variationen gebrauchten Stichwort. Die Grenze zwischen „geistlich“ und „weltlich“ verdunstet.

- Viele Formen – Gesang, Gebete, Meditationen, Yoga, …

- Z.B. morgens Geist und Sinne wecken.

- Freiheit in der Gestaltung von Gottesdiensten.

Körpererfahrung als Weg

Erst im Lauf der Jahre verdichtete sich die Erfahrung, dass Körperübungen mehr sind als eine Ergänzung und ein Ausgleich zur intellektuellen oder künstlerischen Betätigung: sie können die Konzentration fördern, Gruppenprozesse anregen, Haltungen ändern.

- Leib-Seele-Einheiten bei den Projekttagen

- Geist und Sinne wecken, nicht "nur" Morgengebet

- Meditativer Tanz

- Körperorientierte Projekte und Angebote


Projekttage – Lebensregeln

Die "Lebensregeln" entstanden vor einigen Jahren in einem Projekt, das nach Grundprinzipien suchte, die das Projekttage-Lebensgefühl ausmachen. Sie werden immer wieder angefragt udn zitiert und gehören so zu den Bausteinen der Projekttage-Spiritualität.

>    Ich nehme andere wahr ohne zu werten.

>    Ich nehme den anderen in seiner Persönlichkeit ernst.

>    Ich muss nicht perfekt sein. Mein Ziel ist eine ordentliche 2-.

>    Ich nehme mir Zeit für innere Sammlung.

>    Ich versuche, Gott in meinem Alltag zu entdecken und mich daran zu freuen.

>    Ich erlaube mir, unangepasst zu sein. Authentisch ist wichtiger als korrekt.

>    Ich traue meinem Gespür.

>    Ich halte die Balance zwischen Körper und Geist.

>    Ich sage: „Ich ...“.


Geschichte der Projekttage

Wie die Projekttage zustandekamen

Im Oktober 1985 veranstaltete die Schönstatt-AG aus der Alville-Gruppe in Münster / Haus Mariengrund ein offenes Treffen für junge Erwachsene. An diesem Treffen nahmen auch einige Mitarbeiter der Freiburger Schönstatt-Werkstatt teil. Während der Abendrunde kam das Gespräch auf die Idee, in Schönstatt für junge, sog. kritische Schönstätter ein Treffen zu veranstalten.

"Es sollten junge Erwachsene angesprochen werden, die sich einerseits mit Schönstatt identifizieren und aus dem Geist des Liebesbündnisses leben, die aber zugleich mit vielen Lebensformen in der Schönstattbewegung Schwierigkeiten haben und die nach neuen, ihnen gemäßen Lebensformen Ausschau halten." So entstanden die Projekttage 1986 zum Thema „Ganzheitlich leben lernen“.

Das Thema „Ganzheitlich leben lernen“ ist auch noch heute das große Motto der gesamten Projekttage.

Weitere Entwicklungen

Die Projekttage fanden seit 1986 ohne Unterbrechung immer im Frühjahr jeden Jahres statt. Sie dauern immer vier Tage lang. In der Regel ist das jetzt das verlängerte Wochenende über Christi Himmelfahrt oder über Fronleichnam.

Ein Teil des Projekttage-Teams wollte mehr als die vier Tage gemeinsam verbringen. Diese Gruppe organisierte 1991 erstmals die „Sommerwochen“, die seither regelmäßig stattfinden.

Zu den Projekttagen kamen am Anfang überwiegende junge Erwachsene. Inzwischen kommt eine bunte Mischung aus Frauen, Männern, Familien, allein Erziehenden, Ledigen, Jugendlichen und auch mal die eine oder andere "Omma".

Themen

Jahr     Thema
1986     Leben ganzheitlich gestalten
1987     Zusammenhänge sehen / in Zusammenhängen denken
1988     Hinterm Horizont geht’s weiter – auf der Suche nach dem neuen Menschen
1989     Die Kunst zu leben. Zukunftswerkstatt
1990     Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch
1991     Freiheit, die ich meine, liebe, lebe
1992     der die das Fremde
1993     Projekttage im Fluss
1994     Sturzbach und Quelle – von heilenden und zerstörerischen Kräften im Leben
1995     Alles wirkliche Leben ist Begegnung
1996     Leben im Einklang
1997     Spannende Stimmen spüren
1998     Body & Soul
1999     Hier und Jetzt
2000     sieh auf das, was vor dir liegt
2001     Lass dich ein auf dein Leben
2002     Der Duft des Lebens
2003     Urkraft Lebensenergie – Entdeckung des Wesentlichen
2004     Just do it
2005     Bewegt
2006     Am Puls des Heils
2007     ... wo das Göttliche zum Durchbruch kommt
2008     Ich mag Dich - magst Du Dich auch?
2009     Leichtigkeit wagen
2010     Entdecke den Reichtum in Dir
2011     Ich darf mir Gott gönnen
2012     Raus aus den alten Schuhen - Wandlung wagen
2013     Mein Wichtiges tun
2014     achtsam & bedeutsam
2015     In Berührung sein
2016     Meinem Herzen folgen - Begegnung leben

 


Wichtige Impulse aus den Projekttagen 2013

Mein Wichtiges tun

 

 

Mein Wichtiges tun

Spüren was ich will

Worauf ich Lust habe

Wo meine Sehnsucht hingeht

Ahnen was mich weiterbringt

Meinem Bauchgefühl vertrauen

Etwas auf meine Art tun

Leben was anderen unwichtig scheint

 

Mein Wichtiges tun

Die Zeit anhalten

Nicht nur abarbeiten was anfällt

Meine Ge-wichtung vornehmen

Mir Unwichtiges gut sein lassen können

Wofür nehme ich mir gerne Zeit ?

Meine Wichtigkeiten erkennen

Eine Entscheidung treffen

 

 

 

Mein Wichtiges tun

Gute Gedanken festhalten

Eine Idee konkret werden lassen

Endlich Initiative ergreifen

Mir für das Wesentliche Zeit reservieren

Mein Anliegen umsetzen

Guten Absichten zu Taten werden lassen

 

In meiner Lebenszeit

 

 

Mein Wichtiges tun

 

 

Rita Krötz

 


Die Schritte des Zachäus


Glaube, der groß macht

Ergebnis der Projektgruppe "Mein Wichtiges im Glauben"

 

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